Die Sakramentsnische
Zum letzten Relikt der ehemaligen Jakobuskapelle gehört die Sakramentsnische mit dem schönen schmiedeeisernen Gitter und Schloss im heutigen Altarraum. Sie ist dem Spätromanischen Kunststil zuzuordnen, wie wohl auch der Steinaltar, der sich einst unter dem Hochaltar befand.
Es ist anzunehmen, dass sich die Sakramentsnische bereits seit der Erbauung an dieser Stelle befindet. Noch um 1700 wurde meist der Speisekelch nicht auf dem Altar, sondern in der Wandnische aufbewahrt.
Die Nische aus Schilfsandstein wird von einem Dreieck gekrönt in das sechs Kreisornamente und eine Hand mit drei ausgestreckten Fingern eingemeißelt sind. In die Kreise sind wiederum sechs Kerben eingemeißelt, die sich im Zentrum des Kreises treffen.
Das Dreieck weist auf die Dreieinigkeit Gottes hin. Die Deutung der Symbolik der Kreise als Sterne dürfte auf die Schöpfung bezogen sein. "Gott sprach: Es werde Licht. Und es ward Licht" (Gen. 1.3). Von den Lichtern ist in der Genesis recht häufig geschrieben. Die Hand symbolisiert Gotteshand mit den Schwurfingern. Die Schwurfinger bedeuten den Bund
