St. Michael Odenheim

Seit etwa 850 Jahren

Seit etwa 850 Jahren steht auf dem Kirchberg die Pfarrkirche St. Michael, wo vermutlich zur Zeit der Christianisierung (um 700) eine kleine Holzkirche und vom 9. bis 13.Jh. bereits eine kleine Steinkirche stand. Eine zweite, spätromanische oder frühgotische Steinkirche mit Chorturm wurde im 13. Jahrhundert vom Kloster Wigoldsberg (später Stift Odenheim)  erbaut.

Das heutige Gotteshaus

KirchenschiffKirchenschiff
Kirchenschiff

Das heutige Gotteshaus erhielt seine Gestalt in zwei Bauepochen. Der vordere, schmale Teil wurde ursprünglich als typische Barockkirche 1777/78 errichtet. Auftraggeber war 1776 das Stift Odenheim. an der Spitze der Stiftsdekan.

Die drei Barockaltäre

HauptaltarHauptaltar
Hauptaltar

Die drei Barockaltäre stammen aus der Hand des Bruchsaler Hofbildhauers Joachim Günter. Am Hauptaltar tragen vier schlanke Säulen die Bogen des baldachinartigen Oberbaus, darüber schwebt die Traube als Symbol des Heiligen Geistes. In der Mitte steht der Kirchenpatron St. Michael mit dem Flammenschwert auf dem dunkelbraunen Luzifer. Der Übergang vom Barock zum Klassizismus ist am Altarschmuck erkennbar. Die zwei anbetenden Engel und die überlebensgroßen Apostel Petrus und Paulus sind vom barocken Pathos erfüllt.
Auch die zwei vorderen Seitenaltäre sind vortreffliche Arbeiten vom Hofbildhauer Joachim Günter. unter dem Abschlussbogen jeweils das Wappen des Stiftsdekans Schütz von Holzhausen.

Der rechte Seitenaltar

KreuzaltarKreuzaltar
Kreuzaltar

Der rechte Seitenaltar ist ein Kreuzaltar, offenbar, weil ein solcher schon in der alten Kirche stand. Der linke Seitenaltar verkündet als Marienaltar die Aufnahme Mariens
in den Himmel.

Die barocke Kanzel

KanzelKanzel
Kanzel

Die barocke Kanzel aus dem Jahre 1779 ist ein Werk des Bildhauers Caspar Böheim in Bruchsal. Vermutlich hat der Bruchsaler Hofbildhauer Joachim Günter auch hier mitgearbeitet.


Der hintere, breitere Teil der Kirche umfasst die Kirchenerweiterung aus den Jahren 1909/11. Bei der jüngsten Renovation der Kirche St. Michael im Jahre 1997 erhielt Restaurator Krause, Iffezheim, den Auftrag die bisher leeren Altarflächen zu gestalten- seine Darstellungen ein anerkannt gelungenes Werk.

Der Seitenaltar rechts

PietaPieta
Pieta

Der Seitenaltar rechts – in der Mitte Jesus Christus der  Auferstandene – zeigt einen alten Mann und ein Mädchen mit Blumen, Zeichen des Lebens und der Freude. Rechts oben versteckt sich ein Mäuslein und links flattert ein Schmetterling, einfach Ausdruck der Freude. Im linken Seitenaltar eine sehr stilvolle Pieta aus der ehemaligen gotischen Kirche, verehrt von einer Frau, die ein Kind erwartet, und dem alternden Bauersmann. Sie gehen mit ihren Sorgen zu Maria.

Ein Juwel

OrgelemporeOrgelempore
Orgelempore

Ein Juwel auch die Orgel aus dem Jahre 1912, renoviert im Frühjahr 2003, im ursprünglichen und seltenen Orgelgehäuse aus Tannenholz aus dem Jahre 1849.  Die romantische Disposition (36 Register), für die Erbauungszeit nicht alltäglich, ist wahrhaft eine echte "Königin der Instrumente".

Die Deckengemälde

DeckenbildDeckenbild
Deckenbild

Die Deckengemälde sind Werke aus der Zeit der Kirchenerweiterung 1909/11, geschaffen von den Kirchenmalern Hemberger Odenheim. Im alten Kirchenteil das Jüngste Gericht, also Christus in seiner strengen Gerechtigkeit. Im neuen Kirchenteil ist Christus in seiner Barmherzigkeit und Milde zu seinem Volke dargestellt, in dessen Mitte umgeben von seinen Pfarrkindern "Baupfarrer" Siebold.