St. Johannes Tiefenbach

 

St. Johannes der Täufer

 
Unsere Kirche St. Johannes der Täufer zu Tiefenbach wurde von 1852 bis 1854 erbaut. Das stattliche, wunderschöne Gotteshaus ist im neuromanischen Stil erbaut. Sie ist die zweite gebaute Kirche im Dorf.
Unsere Gemeinde ist seit je her überwiegend katholisch. Erst im 19. Jahrhundert sind einige evangelische Familien in Tiefenbach ansässig geworden.
 
Wullibusch in der Kirche
Das erste Gotteshaus in Tiefenbach, eine kleine Kapelle St. Johannes der Täufer, die Johanneskapelle, war bereits 1388 urkundlich erwähnt worden. Doch erst im Jahre 1468 wurde Tiefenbach mit Eichelberg als Filiale zusammen durch Bischof Mathias von Speyer durch Urkunde zur Pfarrei erhoben und bekam erstmals einen Seelsorger, den früheren Frühmessner Pfarrer Georg Mitteln. Davor sind die Tiefenbacher und Eichelberger bei Regen, Schnee und Kälte stets die vier bzw. sechs Kilometer nach Odenheim zum Empfang der Sakramente gezogen. Die Pfarrei Odenheim wurde dabei seit dem 11. November 1184 durch Urkunde des Papst Lucius III. von Mönchen des Klosters Odenheim, dem heutigen Stifterhof, geleitet.
 
Die erste Kirche in Tiefenbach (auch Johanneskapelle genannt) wurde vermutlich gegen Ende des 15. Jahrhunderts durch die Pfarrgemeinde errichtet, war bald viel zu eng und dunkel und wurde bis 1826 mehrfach saniert, was für die Bürger immer ein großer und schwerer Aufwand war. Im Jahre 1826 dann wurde sie aufgrund großer Baufälligkeit abgerissen. Von 1826 bis zum Jahre 1854 wurden in einer viel zu engen Stube im örtlichen Rathaus als Notkirche, Gottesdienst und Andachten gehalten. Von 1826 an wurde seitens der Gemeinde Geld aus den Pfarrpfründe- und anderen Einkünften in einen Fond angespart um diesen für einen späteren Neubau einer Kirche zu verwenden. Diese harte Zeit dauerte 28 Jahre an.
 
Am 9. September 1852 war es jedoch soweit, der Grundstein für den Bau der neuen Johanneskirche wurde gelegt. Die Bau- und Ausstattungsarbeiten dauerten noch bis 1854 an. Doch am 13. Juni 1854 wurde die neue, nun viel größere und stattliche Kirche eingeweiht und der Gemeinde übergeben.
Im 20. Jahrhundert wurde die Kirche mehrfach neu ausgestattet und einmal renoviert.
 
Zum 125jährigen Jubiläum 1979 wurde die Kirche unter Pfarrer Edgar Grimm wieder modernisiert und die durch eine frühere Modernisierung 1954 übertünchten ursprünglichen Wandmalereien (Fresken) von einer Spezialfirma in monatelanger Arbeit wieder freigelegt.
 
Im Jahre 2004 wurde das 150jährige Jubiläum unserer Kirche gefeiert.
 
Die historische Orgel unserer Kirche, Baujahr 1855 ist die einzige noch erhaltene Bernhard-Merklin-Orgel des Mannheimer Orgelbaumeisters Bernhard Merklin und wurde mehrfach repariert. Seit 1938 arbeitet sie mit einem elektrisch angetriebenen Blasebalg.
 
Nach dem Ende der Amtszeit des Pfarrer Otto Dickgießer im Jahre 1975 wurde die Pfarrgemeinde Tiefenbach nicht mehr mit einem Pfarrer besetzt. Seit 1975-2010 wurden Tiefenbach und Eichelberg von Pfarrer Edgar Grimm aus Odenheim mitverwaltet.
Seit 2010 ist Pfarrer Thomas Glatzel Leiter der Seelsorgeeinheit Östringen.
  

Bilder zu Erntedank 2022

  

Bilder zu Erntedank 2021

 

Die Kreuzbergkapelle

 Unsere Kreuzbergkapelle steht auf dem höchsten Berg der Gemarkung Tiefenbach, dem Kreuzberg auf 270 Metern Höhe. Sie wurde im Jahre 1872 erbaut, die Grundsteinlegung war am 14. Juli 1872. Aus einem Bericht des Tiefenbacher Pfarrers Jacobus Bosch aus dem Jahre 1747 ist bekannt, dass schon von undenklichen Zeiten her eine Prozession auf den so genannten Kreuzberg stattfindet und dort eine Andacht gehalten wird.
In dem kleinen Glockenturm hängt eine kleine Glocke, gegossen anno 1872 in Freiburg, mit dem Namen „Angelika".
 
Neben der Kapelle steht das Ostlandkreuz. Es wurde im Jahre 1953 von den angesiedelten Heimatvertriebenen zum Gedenken an ihre gefallenen Angehörigen aufgestellt und enthält auch eine Gedenktafel im Sockel.
 
Seit 1934 gibt es einen Kreuzweg mit 14 Steinmälern vom Dorf auf den Kreuzberg zur Kapelle hinauf.
 
Unsere Kapelle hat einen kleinen begehbaren Innenraum und ist ein überaus beliebtes Wander- und Pilgerziel. Der Platz beeindruckt auch mit einer wunderschönen, weitreichenden Aussicht. Vom Dorf aus sieht man die Kapelle und das große Ostlandkreuz auf einen Blick.
 
In früheren Jahren gab es auch noch regelmäßige Prozessionen zur Kapelle mit einem Gottesdienst. Dann jährlich zwei Gottesdienste am Fest der Kreuzauffindung am 13. Mai und der Kreuzerhöhung am 14. September. Heute feiern wir jährlich das Fest der Kreuzerhöhung im September.