Die Sakramente - im Bild der Öllampe
Die Eucharistie ist die Nahrung auf unserem Lebensweg, sie stärkt uns und gibt uns die Kraft, Licht zu sein. Die Kinder bekommen dieses Sakrament zum ersten Mal im Erstkommunion-Festgottesdienst. Der Behälter der Öllampe muss natürlich immer wieder aufgefüllt werden. In jeder Eucharistiefeier können wir das tun.
Die Taufe, die Erstkommunion als der erste Empfang der Eucharistie und die Firmung bilden zusammen das sogenannte Initiationssakrament. In der Urkirche wurden diese drei Sakramente zusammen gespendet und der Erwachsene damit in die Gemeinschaft der Kirche aufgenommen. Als dann die Taufe im Kleinkindalter zur Regel wurde, wurden Firmung und erster Eucharistieempfang auf später verschoben. Die Firmung bildet nun gleichsam den Abschluss der Eingliederung in die Kirche, bei dem der junge Christ seine Bereitschaft erklärt, aus dem Glauben heraus Verantwortung zu übernehmen. Auch heute noch empfangen Erwachsene diese drei Sakramente in einer einzigen Feier, wenn sie in die Kirche aufgenommen werden möchten.
Das Sakrament der Ehe und das Sakrament der Priesterweihe. Die Ehe und das Priestersein sind zwei Weisen, zwei Ausdrucksmöglichkeiten dafür, Licht in der Welt sein.
Natürlich gibt es noch andere Möglichkeiten, dieses Licht-sein in seinem eigenen Leben auszudrücken. Jede diese Ausdrucksmöglichkeiten hat ihren eigenen Wert und ihre eigene Wichtigkeit im Leben.
Wenn unser Leben aus dem Lot gerät, in Schieflage kommt, muss es wieder aufgerichtet werden. Dazu sind die beiden „Sakramente der Aufrichtung“ da, das Sakrament der Versöhnung, die Beichte, und das Sakrament der Stärkung, die Krankensalbung.
Diese beiden Sakramente können das eigene Leben wieder aufrichten und ins Lot bringen, wie die Füßchen an der Öllampe.
Licht sein in der Welt
Wir können nur Licht in der Welt und für diese Welt sein, weil wir aus dem Licht Gottes leben, an seinem Licht Anteil haben.
Die Sakramente wollen uns dazu helfen, indem sie uns die Nähe Gottes aufzeigen und sein Handeln an und mit uns deutlich machen. Ja, mehr noch: In den Sakramenten handelt Gott, ist uns Gott nahe.
(Martin Kornelius Östringen 2020)








